März 2015

Fukushima: Das Unglück nicht vergessen

Auch vier Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima gibt es für die Menschen dort keine Entwarnung. Offiziell geht die japanische Regierung von rund 16.000 zusätzlichen Krebserkrankungen aus, die meisten davon tödlich. Doch der Verein Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges in sozialer Verantwortung (IPPNW) hält selbst diese erschreckende Zahl noch für zu niedrig. Der Trainer der Aikido-Sparte in Oldenswort, Duncan Underwood, ist selber Arzt und mahnt, dieses große Unglück nicht zu vergessen. „Aikido ist ein alter japanischer Kampfsport. Wir sind also in langer Tradition mit unseren japanischen Lehrern tief verbunden“, so Underwood, „Unser Großmeister Nakajima Sensei ist selber Japaner, viele seiner und unserer Bekannten wohnen in der Nähe des Unglücksortes und leiden noch heute unter den verheerenden Folgen der Atomunglücks“. Am Jahrestag von Fukushima, dem 11. März, trainieren die Eiderstedter das sogenannte japanische Shinki Toho, eine sehr alte Form des Schwertkampfes der Samurai. Im Mittelpunkt stehen dabei die „Katas“, das sind vorgegebene Bewegungsabläufe, die regelmäßig weiter entwickelt werden. Dabei bedeutet Shinki so viel wie "göttliches Ki", Toho bedeutet "die Art und Weise, das Schwert zu führen". „Wir können es uns nicht leisten, diese Katastrophe zu vergessen und werden deswegen vor unserem Training eine Gedenkminute einlegen“, kündigt Underwood an

einen Hakama-Träger mehr:

Das Ko Ai Dojo hat einen Hakama-Träger mehr: Rainer bestand souverän die Prüfung zum 3. Kyu. Herzlichen Glückwunsch!